04.10.2011

Hörmann KG entwickelt Ladebrücken und Tore mit integrierter RFID-Technologie

Eine Überladebrücke mit einer implementierten Radiofrequenz Identifikationstechnologie kann logistische Prozesse vereinfachen und beschleunigen. Dies zeigte die im nordrhein-westfälischen Steinhagen (Kreis Gütersloh) ansässige Hörmann KG Verkaufsgesellschaft erst kürzlich auf der CeMAT 2011 – der Weltleitmesse für Intralogistik in Hannover.

Dass auf Tor- und Verladetechniksysteme spezialisierte Unternehmen, entwickelte zusammen mit dem Institut für technische Lösungen in der Logistik (ITL) eine Palettenidentifizierung über an Ladebrücken angebrachte Antennen. Damit will das Unternehmen das Problem der einwandfreien Erkennung von RFID-Tags lösen: Sind diese unterhalb der Palette angebracht, werden sie von oberhalb und seitlich der Verladestelle platzierten Antennen oft nicht ausgelesen, weil der Signalweg zu lang ist oder die Übertragung durch die Waren auf der Palette gestört wird.

Antennen in der Ladebrücke sind hier einfach näher dran, so dass Daten – auf dem Tag lässt sich zum Beispiel eine Lieferscheinnummer speichern –, zuverlässig ausgelesen werden. Signale der entwickelten Lösung werden nach Angaben von Hörmann nicht durch den Stahl abgeschirmt. Damit das Funksignal durch das rund acht Millimeter starke Stahlblech der Brücke nicht abgeschirmt wird, sind darin Leseschlitze angebracht.

Mit der in die Ladebrücke integrierten RFID-Technik möchte das ostwestfälische je nach Anwendung eine Alternative zu staplergestützten Systemen bieten: So sei es nicht notwendig, die gesamte Flotte mit der kostspieligen Technik auszustatten oder sich zum Abladen auf Fahrzeuge mit einer bestimmten Ausstattung beschränken zu müssen. Zudem werde eine zuverlässigere Datenübertragung gewährleistet, als bei funkgestützten Fahrzeugsystemen, da die Kommunikation zwischen Ladebrücke und Antennensoftware via Kabel realisiert wird. Nach Unternehmensangaben sei das System marktreif und lieferbar.